Navigation

Unterseiten




Weitere Links

Icon Icon Icon Icon Icon Icon

Edition Corvus

Rabe

News

26.7.2010

Chilli con Tango CD
Unsere CD "Chilli con Tango" ist seit heute ausverkauft!

25.7.2010

Calace CD
Die Calace-CD ist ab Sommer 2010 zum Sonderpreis (14,-) zu haben! Es sind nur noch wenige Exemplare erhältlich. Mehr Infos gibt es im CD-Shop.

20.7.2010

Konzert
Unser nächstes Konzert ist am 22.7.2010 in Frankfurt

13.7.2010

Neuer Shop
Der neue CD-shop ist online!

19.6.2010

Konzert
Unser nächstes Konzert spielen wir am 1.7. in Laubach. Als Gast begleitet uns der italienische Organist Alessandro Sbrizzi.

Konzertreise nach Israel

17. - 20.05.2000

Zum ersten mal fand in Beer-Sheva, einer Stadt mitten in der Negev-Wüste, das Internationale Festival für Zupfinstrumente statt. Es war sogar das erste seiner Art in ganz Israel. Shmuel Elbaz, der künstlerische Leiter des Festivals, hat mit hervorragender organisatorischer Arbeit für einen reibungslosen Ablauf aller Aktivitäten gesorgt und mit einer gelungenen Auswahl der Künstler und Ensembles interessante Konzerte möglich gemacht.

Beim Eröffnungskonzert am Mittwochabend spielten das Kerman Quartet (Israel) mit Shmuel Elbaz (1.Mdl.), Aharon Kabilis (2.Mdl.), Avi Avital (Alt-Mdl.) und Lev Haimovich (Mandoloncello), das Ensemble Vivace (Israel) und Ugo Orlandi (Italien). Das Quartet ist nach dem Instrumentenbauer Arik Kerman benannt, dessen Mandolinen hauptsächlich in Israel gespielt werden. Es wurden Konzerte von Antonio Vivaldi, Johann N. Hummel und Budashkin gespielt, sowie ein Satz aus dem Quartett A-Dur von Francesco Giuliani.
Doch der Abend hatte vor allem drei Höhepunkte zu bieten. Die Rumänischen Volkstänze von Bela Bartok in der Bearbeitung für Zupfquartett wurden von dem Kermann Quartet (Mandoline I-II, Alt-Mandoline und Mandoloncello) und seinem ersten Mandolinisten Shmuel Elbaz in einer so lebendigen Weise musiziert, wie man es wohl nur selten im Konzert zu hören bekommt.

Es folgte nun die Uraufführung des Dialogs für Streichquartett, Mandolinenquartett und Tonband von Asaf Kleinman. Dieses Werk, das wohl in seiner Besetzung einmalig sein dürfte, wurde gespielt vom Kerman Quartet, dem Ensemble Vivace und dem Komponisten am Tonband. Es war beeindruckend zu hören, wie in dieser zum Teil Neo-barock klingenden Komposition beide Ensembles zu einem homogenen Klangkörper verschmolzen. Noch überraschender war es jedoch zu erfahren, daß der Komponist erst 13 Jahre jung ist.
Zum Abschluß spielte das Vivace Ensemble mit Streichern, Mandoline, Flöte und dem Tenor Yotam Cohen italienische Lieder und Arien. Cohen zog dabei mit seiner wunderbaren Stimme und Ausstrahlung das gesamte Publikum in seinen Bann.

Den zweiten Konzertabend eröffneten wir in der immer vollen Konzertaula des Konservatoriums mit Werken von Jean-Philippe Rameau, Raffaele Calace und Jaime Zenamon. Nach uns folgte das Duo Dinamica (Israel) mit Orit Shiloach, Sopran und Oded Shuc, Gitarre. Sie spielten Werke von Federico G. Lorca (sehr schöne Gitarrenfassung), Joaquin Rodrigo, Francisco Tarrega und Enrique Granados.
Als drittes Ensemble spielte das Quartetto Assai (Spanien; José Ramon Garcia, Ruth Izquierdo, Jaime del Amo, Javier Garcia) mit Bandurria, Laúd contralto, Laúd tenor und Gitarre ebenfalls Werke spanischer Komponisten.

Freitag Mittag hatten wir zunächst die Möglichkeit an einem Vortrag mit dem Quartetto Assai teilzunehmen, bei dem ihre Instrumente und Geschichte vorgestellt wurden. Beim anschließenden Konzert traten nach einem israelischem Gitarrenduo (Yehuda Schreier und Uriel Atlas) Yehuda Schreier mit einer Cassation von Joseph Haydn und Yoram Zarbiv mit dem 2. und 3. Satz des ersten Gitarrenkonzertes von Mauro Giuliani auf. Letzteres allerdings mit elektronischer Verstärkung, die das Klangbild teilweise stark verzerrte. Sie wurden sehr souverän vom Beer-Sheva Streichquartett begleitet. Den Abschluß machte das Master Quartett aus Rußland mit der Besetzung Bayan, Bass, Balalaika und Domra. Wie man von einem derartigen russischen Ensemble erwarten kann, spielten sie virtuos und mit viel Freude populäre Lieder und Potpourries und avancierten damit zum Publikumsliebling.
Der letzte Konzerttag am Samstag ließ nochmal alle Ensembles auftreten, bevor das Beer Sheva Mandolinenorchester die zweite Konzerthälfte füllte. Vor ausverkauftem Haus spielten sie fast ausschließlich Bearbeitungen von Joseph Haydn, Georges Bizet u.a.. Dabei spielte das sehr junge Orchester mit einer Präzision und Musikalität, die man bei vergleichbaren deutschen Ensembles vergeblich suchen dürfte.