News
26.7.2010
Unsere CD "Chilli con Tango" ist seit heute ausverkauft!
25.7.2010
Die Calace-CD ist ab Sommer 2010 zum Sonderpreis (14,-) zu haben! Es sind nur noch wenige Exemplare erhältlich. Mehr Infos gibt es im CD-Shop.
20.7.2010
Unser nächstes Konzert ist am 22.7.2010 in Frankfurt
13.7.2010
19.6.2010
Unser nächstes Konzert spielen wir am 1.7. in Laubach. Als Gast begleitet uns der italienische Organist Alessandro Sbrizzi.
USA Tour
2005
Am 23. April begann sie, unsere dritte US-Tour. Vor zwei Jahren flogen wir von den Great Lakes bis zur Westküste und
letztes Jahr hatten wir unser New-York Debut. Dieses Mal sollten wir uns ausschließlich im mittleren Westen aufhalten. Die ersten vier
Tage waren wir Gäste des Milwaukee Mandolin Orchestra unter der Leitung von Paul Ruppa. Wir hatten Paul bereits während unserer
ersten USA Tournee kennengelernt und haben uns sehr gefreut, daß es nun zu einer Zusammenarbeit kam. Für Sonntag den 1. Mai war ein
Konzert mit dem Orchester geplant, bei dem wir u.a. die Bad HallerRomanze für Mandoline, Gitarre und Zupforchester von Jan Truhlar
uraufführen sollten. Deshalb waren für fast jeden Abend Proben mit dem Orchester angesetzt. Es war für uns eine schöne Erfahrung,
seit langer Zeit einmal wieder mit einem Zupforchester zu spielen. Die meisten Konzerte sind ja für Streich- oder
Kammerorchester komponiert. Das Milwaukee Mandolin Orchestra ist ein eher kleines Orchester, und die Mitglieder spielen auf den in
den USA so typischen Flachmandolinen. Aber der größte Unterschied zum gewöhnlichen deutschen Zupforchester ist, daß
das Mandoloncello zu ihrer festen Besetzung gehört. Eine großartige Ergänzung, die man hier leider nicht mehr sehr oft
findet. Neben den Proben gab es am Dienstagabend noch Zeit für einen Workshop mit Daniel. Jeder, der interessiert war, konnte
bei ihm Unterricht nehmen und technische oder musikalische Probleme erörtern. Viele Orchestermitglieder nutzten diese Gelegenheit.
Am Mittwoch den 27. April ging es dann mit dem Zug zu unserem ersten Konzert der Tour nach Peoria. Dort wurden wir von dem
Komponisten und Associate Dean des Central Community College Dr. Jeffrey Hoover empfangen. Obwohl wir uns
schon seit mittlerweile vier Jahren kennen und er bereits ein Stück für uns komponiert hat, hatte sich unser Kontakt aufgrund
der großen Entfernung auf Korrespondenz per e-mail beschränkt. Deshalb haben wir uns um so mehr gefreut,
ihn endlich persönlich kennenzulernen. Wir hatten noch einen Tag bis zu unserem Konzert am Freitag. So hatten wir genug Zeit zum
Proben und für viele anregende und interessante Gespräche mit Jeffrey und seiner Familie und natürlich für viel gutes Essen.
Das Konzert im Community College am nächsten Tag war sehr gut besucht. Auf dem Programm standen u.a. American Tango von Jeffrey Hoover
und einige Werke, die zum ersten mal in den USA aufgeführt wurden: Erg von Jeffrey
Harrington, Nowhere left to go von Chris Rupert und Den lille Havfrue von Tyler Kaiser.
Am nächsten Morgen ging es zurück nach Milwaukee für die Generalprobe. Das Konzert am Sonntag fand in der North Shore Presbyterian
Church in Milwaukee statt und war so gut wie ausverkauft. Zuerst spielten wir alleine Werke von
unserer aktuellen CD "Nowhere left to go" und anschließend, vor der Pause und gemeinsam mit den "Vintage Frets", einer kleinen Gruppe von
Orchestermitgliedern, die Uraufführung des Doppelkonzertes von Jan Truhlar. Im zweiten Teil spielte das Orchester Musik des
frühen 20. Jahrhunderts. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht dabei im Orchester mitzuspielen.
Die letzte Stadt vor unserer Abreise war Chicago. Das Chicago Composers Consortium hatte uns für ein sehr interessantes Projekt dorthin
eingeladen. Bereits im April sendeten uns die Mitglieder der Gruppe ihre Musik, die sie speziell für diesen Anlass komponiert hatten.
Dabei waren Werke von Tiffany Sevilla, Andre Marquetti, Elizabeth Start,Timothy Dwight Edwards, Laura Elise Schwendinger, Julia Miller und
Lawrence Axelrod. Mit Ausnahme einer Komposition waren alle Stücke neu für uns und sollten in Chicago uraufgeführt werden. Die Komposition
Mandala von Larry Axelrod haben wir bereits 2002 in Deutschland gespielt. Für die Konzerte haben wir das Programm noch mit Jeffrey
Harringtons Erg ergänzt. Am Dienstag den 3.5. hatten wir ein anstrengendes und spannendes Programm.
Wir probten nacheinander alle Stücke zusammen mit den Komponisten in der University of Illinois Chicago. Das gab uns auch die Gelegenheit, die
Komponisten zum ersten mal persönlich kennenzulernen. Die Konzerte sollten am Donnerstag und am Samstag stattfinden, und um
möglichst viel Publikum zu mobilisieren, hatten wir am Mittwoch einen Auftritt im Radio beim Chicagoer Sender WFMT. Es gab dort ein kurzes
Interview und die Vorpremieren von Pale Cliffs von Elizabeth Start und von Dreamscapes II von Tiffany Sevilla.
Das erste Konzert dieses Projekts fand am Donnerstag in einem Vorort von Chicago, in einer ehemaligen Kirche mit einer für uns
sehr guten Akustik statt. Dieser Auftritt war auch für uns etwas besonderes. Noch nie hatten wir ein
Programm mit 6 Uraufführungen gespielt. Am Freitag bekamen wir dann noch eine überraschende aber sehr willkommene
zusätzliche Einladung. Tim Edwards fragte uns, ob wir nicht Zeit und Lust hätten, sein Stück Strange Attractor in seiner
Kompositionsklasse vorzutragen und mit seinen Schülern zu diskutieren. Wir waren sofort von dieser Idee
begeistert, und es hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Unseren Aufenthalt in Chicago haben wir auch genutzt, um die Newberry Library
zu besuchen. Dort gibt es viele interesante Noten für Laute, für Gitarre und für Mandoline.
Das Konzert am Samstag fand in einem etwas anderen Rahmen statt. Es war Teil der Somnambulist-Konzerte, einer Konzertreihe,
die sich mit moderner und oft auch mit elektronischer Musik beschäftigt. Die Hauptidee des Veranstalters ist
es, zeitgenössische Musik direkt zum Publikum zu bringen, und so zeichnet sie sich durch einen eher privaten und lockeren Rahmen aus.
Das Publikum war für ein Konzert mit Neuer Musik sehr gemischt, sogar mit vielen kleinen Kindern.
Und Robert Lombardo und seine Frau Kathleen waren gekommen. Mit beiden durften wir bereits am Mittwoch einen gemeinsamen Abend
verbringen. Roberts Komposition Sudden Departures haben wir 2000 für unsere CD "Chilli con Tango" aufgenommen.
Der Tag nach diesem Konzert war unser erster und einziger freier Tag, an dem wir keine Termine hatten und nicht üben mußten. Zudem war es einer der wärmsten und schönsten Tage der ganzen Tour und leider auch der letzte. Den Vormittag verbrachten wir mit Larry, Tim und seiner Familie im Shedd Aquarium, bevor wir uns aufmachten, die Stadt zu erkunden. Obwohl diese zwei Wochen viel Arbeit für uns waren, haben wir unseren Aufenthalt sehr genossen. Nicht zuletzt wegen der Freundlichkeit, mit der uns jeder begegnete, den wir trafen. Wir möchten uns deshalb bei allen bedanken, die uns bei der Organisation dieser Tour geholfen oder uns untergebracht haben und bei jedem, mit dem wir eine schöne Zeit verbringen durften.






